Der Kanu Trip: Unser Sommer in Schweden

"Into the wild I go: Losing my way, finding my soul."

(Unknown)



(Unbezahlte Werbung wegen Markennennung von "Der Kanu Trip")


Oh wunderschönes Schweden, du hast uns so beeindruckt!


Mitte Juli haben wir eine Woche lang an einem Kanu Trip durch die malerischen Seenlandschaften Schwedens teilgenommen, den wir euch unbedingt ans Herz legen möchten! Daher gibt es heute einen Reisebericht über unendliche Seenlandschaften, lange Sommernächte, schlafen unter dem schwedischen Himmelszelt, Lagerfeuer, Lachanfälle, Fressattacken und die entdeckte Liebe zum Kanufahr​en.


Letztes Jahr haben wir die Anfrage von einer Freundin bekommen, ob wir nicht Lust haben an einem Kanu Trip teilzunehmen und für die dahinter stehende Reisegesellschaft zu arbeiten. Noch bevor wir überhaupt wussten, worum es im Detail überhaupt geht, lautete die Antwort “JA!”. So kam es also dazu, dass wir als Teamer (im Prinzip Reisebegleiter für die Teilnehmer) mit dabei waren. Insgesamt bietet “Der Kanu Trip” acht Wochen im Zeitraum von Juli bis August an, von denen man sich seine Wunschwoche aussuchen kann. In unserem Fall ging es am 16. Juli los in Richtung Naturreservat Värmland Glaskogen.

Der Trip startete an einem Freitagabend mit einer Nachtfahrt mit dem Bus, zwei unglaublich lustigen Busfahrern und zwei Fährenüberquerungen nach Schweden. Wir haben uns auf Anhieb mit den anderen beiden Teamern verstanden, sodass alleine die Fahrt schon einen Blogpost wert gewesen wäre. Am nächsten Morgen konnten wir während der Busfahrt die unendlichen Weiten des Landes zum ersten Mal auf uns wirken lassen. Schockverliebt! Angekommen im Basislager wurden wir bereits von der Gruppe der Vorwoche, der dazugehörigen Crew sowie dem zuständigen Ranger und dem Eigentümer der Kanustation empfangen. Zur großen Freude aller gab es erst einmal Kaffee und Zimtschnecken.


Nach der kurzen Stärkung haben alle eine Einweisung in Kanus, Zubehör, Routenoptionen und einen Überblick über die Essenspakete (vegetarisch oder mit Fleisch) bekommen. Bei dem Trip könnt ihr aus verschiedenen Routen (wie viel Kondition besitzt ihr? ;)) wählen. Wir haben uns als Teamer der Allgemeinheit angepasst und die große Route über den Stora Gla gewählt. Falls ihr beispielsweise Angeln oder mehrere Tage an einem Ort bleiben möchtet, könnte eine kleinere Route besser für euch geeignet sein. Bei der Wahl hat der Ranger geholfen und Tipps bei der Routenplanung gegeben. Danach wurden die Kanus gepackt und schon konnte es losgehen.



Vom Basislager aus sind wir dann bei strahlendem Sonnenschein und 30 Grad in Richtung des Sees Glafsfjorden an dem wir unser Kanu ins Wasser gelassen haben. Den gesamten Trip haben wir übrigens mit unseren Teamer-Buddies verbracht, was nicht nur für unendlich viele Lachanfälle gesorgt, sondern sich auch bei den Landüberquerungen als durchaus hilfreich erwiesen hat. Anschließend konnten wir auch schon losgehen, um die schwedischen Seen für uns zu entdecken. So saßen wir endlich im Kanu und haben zuerst einmal gelernt, was Armmuskeln sind und bedeuten.


Die darauffolgenden Tage waren ein Traum aus langen Kanutouren über endlose Seen und nie enden wollenden Sommertagen, umgeben von nichts als der Ruhe unberührter Natur und vielen atemberaubenden Sonnenauf- und untergängen. Die Dimensionen der Seenlandschaften können wir bis heute nicht greifen, geschweige denn einen angemessenen Vergleich finden. Meilenweit gibt es nichts als märchenhafte Wälder und spiegelglatte Seen - unglaublich! Wir haben auf eine Weise abschalten können, wie schon lange nicht mehr und haben die Einsamkeit in den Weiten Schwedens genauso sehr genossen, wie die Gesellschaft der anderen Teamer und Teilnehmer. Vor allem aber die damit einhergehende Normalität, mal ganz ohne das große C, dass einem sonst überall hin folgt.


In Schweden gilt das Jedermannsrecht oder wie die Schweden sagen “allemansrätt”, was bedeutet, dass ihr euch in der Natur frei bewegen und überall campen dürft. Hier war es schön zu sehen, dass alle sehr respektvoll mit der Natur und den Plätzen umgegangen sind. Die schwedischen Bewohner des Gebiets waren außerdem sehr zuvorkommend und haben uns sogar Holz für das Lagerfeuer gebracht. Der Trip war jedoch auch unglaublich anstrengend, vor allem die Landüberquerungen haben die Beinmuskeln zum Brennen gebracht. Dazu kamen die hohen Temperaturen, die uns bis zum letzten Tag begleitet haben (aber wer ärgert sich schon bei Sonnenschein in Schweden?). Doch gute Gesellschaft, Humor und ein wirklich leckeres Abendessen am Lagerfeuer, haben einen die Anstrengung im Nu vergessen lassen. Selbst unsere zahlreichen kleinen Insektenfreunde (Mücken und Bremsen allen voran), die mangelnde Wirksamkeit von Mückensprays aller Marken und das Umsichschlagen waren uns nach ein paar Tagen egal. Ein gut gemeinter Schlag von Freunden auf Kopf, Rücken oder Arm übrigens ebenfalls (wurde am ersten Tag bereits genehmigt). :D


Nach einer Woche Sommer, Sonne, Schweden mussten auch wir uns schweren Herzens von unserem Kanu verabschieden. Am letzten Abend im Basislager gab es noch ein gemeinsames Grillen und bei einem letzten Lagerfeuer jede Menge Geschichten zu erzählen. Am nächsten Tag wurden wir dann von der nächsten Gruppe abgelöst, die das selbe Bild zu Gesicht bekam, wie wir die Woche zuvor: Viele sonnengeküsste, müde aber über die Maße glückliche Gesichter. So trennt man sich doch gerne vom sonnigen Schweden, in der festen Gewissheit wieder zu kommen.



 

Damit auch ihr einen unvergesslichen Abenteuerurlaub erleben könnt, bei dem es euch an nichts mangelt kommen hier unsere


Wild Things die auf keinen Fall fehlen dürfen (die ultimative Packliste):


Grundausstattung

  • großer Rucksack

  • Jutebeutel

  • Kulturbeutel

  • Personalausweis/Reisepass

  • Feuerzeug/Streichhölzer

  • Offline-Playlist mit deiner Lieblingsmusik

  • Kartenspiele

  • Downloade dir vorher die App Maps.me herunter, um auf Offline-Karten zugreifen zu können

Camping

  • Zelt + wasserdichte Plane

  • Schlafsack (Komforttemperatur mindestens 10°C)

  • Schlafmatte/Isomatte

  • Kopfkissen

  • Camping Besteck/Geschirr

  • Geschirrtuch

  • kleine Taschenlampe

  • Taschenmesser

  • Thermoskanne

  • Seile (zum Aufhängen von nasser Wäsche)

  • Maggi (vertraut uns!)

  • Pizzateig zum Anmischen (kein Lagerfeuer ohne Stockbrot)

  • Alkoholische Getränke (zur Not ist der Ranger auch sehr hilfsbereit!)


Bekleidung (wetterabhängig*)

  • Wasserschuhe oder Wassersocken (schützen dich vor scharfen Gegenständen oder einfach auch nur vor den Steinen im Gewässer, sie trocknen schnell und sind super leicht)

  • Handschuhe (für die Landüberquerungen zum Ziehen des Kanus, nein, nicht fürs Paddeln) :D

  • Wanderschuhe oder feste Laufschuhe (ebenfalls für die Landwege)

  • bequeme Shirts/Pullis

  • bequeme Hosen

  • ggf. Regenhose & Regenjacke

  • Bikini/Badeanzug/Badehose

  • Unterwäsche

  • Hut

*Wir waren zu 80 % im Bikini unterwegs, daher checkt vorher unbedingt das Wetter ab, um nicht zu viele unnötige Klamotten mitzuschleppen!


Hygiene

  • biologisch abbaubares Shampoo/Duschseife/Conditioner

  • Zahnbürste

  • biologisch abbaubare Zahnpasta

  • Deo

  • Reiseapotheke: Wundheilsalbe, Pflaster, Mittel gegen Schmerzen, Verbandsmaterial, kleine Schere, Pinzette ...

  • Sonnencreme (mindestens 30+)

  • Lippenbalsam

  • Mückenspray (!!!)

  • Desinfektionsmittel

  • Mundschutz

  • biologisch abbaubares Toilettenpapier (1x)

  • großes Microfasertuch für den Körper

  • Microfasertuch für die Hände

  • Öko-Beutel (Müllentsorgung)

  • biologisch abbaubares Reisewaschmittel

Elektronik & Zubehör

  • Handy + Ladekabel

  • Kameras wie Drohne, GoPro o. ä.

  • Stativ

  • Powerbanks (je nach Ladekapazität ruhig mehrere)

  • e-Reader

 




PS: Nein, einen Elch haben wir leider nicht zu sehen bekommen, aber vielleicht findet ihr ja einen für uns auf eurem persönlichen Kanu Trip mit "Der Kanu Trip"! Schaut für genauere Infos doch gerne bei www.derkanutrip.de vorbei, da könnt ihr euch bereits jetzt schon ein Kanu für die nächste Saison sichern und euch vorregistrieren :-)







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