City Tour Guide: Folgt uns durch das majestätische Budapest

“Die Vorstellung ist wundervoll, aber noch wundervoller ist das Erlebnis!”

- Oscar Wilde



Ihr möchtet die wunderschöne Stadt Budapest besichtigen und sucht nach einer geeigneten Route? Ihr kennt mit Sicherheit das Sprichwort: Viele Wege führen nach R… ehem. Budapest. Wir möchten euch eine schöne Route durch die Stadt zeigen, bei welcher ihr garantiert nichts verpasst.


Ihr könnt die Route auf zwei Weisen machen. Für die ausführliche Version, folgt ihr einfach allen Stopps in der Reihenfolge des Blogposts. Ihr könnt die Route aber auch auf zwei Tage aufteilen. Hierfür lasst ihr einfach die Vaci utca, Great Market Hall und den Gellert weg und lauft vom Elisabeth Platz direkt zu Chain Bridge. 


Die Route könnt ihr zu Fuß gehen. Einige Strecken könnt ihr aber auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen. Wusstet ihr schon, dass die Metro in Budapest, nach der Londoner U-Bahn die zweitälteste der Welt ist? 


Ihr könnt die Route gerne selbst probieren oder auch für euch abwandeln. Also, viel Spaß in einer der meistbesuchten Städte Europas! 


Die Stadt Budapest, bestand ursprünglich aus den unabhängigen Städten Buda und Obuda, welche westlich der Donau lagen und Pest, östlich der Donau. 1873 wurden die Städte dann zum heutigen Budapest zusammengelegt.


Unsere Sightseeing Tour beginnt im Herzen der Pest Seite …


Jüdisches Viertel


Angefangen mit dem jüdischen Viertel oder auch Elisabethviertel genannt, ist sie heute eins der beliebtesten Stadtteile in Budapest. In diesem Viertel findet ihr zahlreiche verfallene Altbauten, schöne schmale Gassen mit viel Streetart zum Entdecken, aber auch viele Ruinbars, Cafés und Vintage Shops. Nostalgie und Geschichte prägen das Bild des schönen Viertels.


St. Stephans Basilika 


Als Nächstes geht es zur größten Kirche Budapests. Die Basilika wurde dem ersten ungarischen König gewidmet, dessen mumifizierte rechte Hand als einer der heiligsten Schätze des Landes gilt. In der imposanten Basilika findet ihr prunkvolle Ornamente und Goldapplikationen an der Decke, die ihr für umgerechnet 0,60 Euro bewundern könnt. Außerdem bietet die Basilika von ihrer Kuppel aus einen beeindruckenden Panoramablick auf Budapest, welchen ihr entweder über 370 Treppenstufen oder den Aufzug erreichen könnt. Der Eintritt kostet ca. 1,70 Euro und ist eine wirkliche lohnende Investition. In Ungarn wird in der Währung Forint gezahlt.




Elisabethplatz + Budapest Eye


Von der Basilika geht es als nächstes zum schönen Elisabeth Square, wo ihr über die größte Grünfläche in Budapest spazieren könnt. Hier befindet sich aktuell das berühmte Budapest Eye, welches das größte mobile Riesenrad Europas ist. Für 7,60 Euro (Studenten 7,00 Euro) könnt ihr Budapest auf besondere Art von oben erleben.


An dieser Stelle könnt ihr der Route entweder wie geplant folgen oder diese verkürzen. Auf diese Weise könnt ihr die Vaci Utca, die Great Market Hall und den Gellert Berg an einem anderen Tag machen und direkt zur Chain Bridge gehen (und in diesem Blogpost scrollen). 


Váci utca 


Vom Elisabethplatz könnt ihr durch die Váci utca bis zum nächsten Stopp, der Great Market Hall laufen. Die Haupteinkaufsstraße ist die Flaniermeile Budapests und verläuft parallel zur Donau. Hier findet ihr neben unzähligen Shoppingmöglichkeiten auch Cafés und Restaurants im Überfluss. Auch touristische Läden, wie das Hard Rock Café haben hier ihren Platz. Sehenswert sind alleine schon die elegant verzierten Häuserfassaden.  


Große Market Hall

Direkt am Ende der Shoppingmeile, nahe der Freiheitsbrücke, findet ihr die bekannte Great Market Hall. Das basilikaartige Gebäude, mit seinen seitlichen Türmen und den bunten Dachziegeln, ist einer der zentralen Einkaufkaufsplätze der Stadt und wird gleichermaßen von Touristen und Einheimischen besucht. Die Halle ist mit 60 Metern Breite und 150 Metern Länge riesig und ideal um frische Lebensmittel zu kaufen oder Souvenirs zu shoppen. Ein Händler reiht sich an den nächsten und überall riecht es nach Essen und Gewürzen.


Insider Roulette: Im Erdgeschoss findet sich der Lebensmittelmarkt. Das liebste Gewürz der Ungarn ist die Paprika, daher werdet ihr kaum ein Gewürz günstiger und in besserer Qualität finden. 


Im ersten Stock könnt ihr euch von Langos bis zu ungarischem Gulasch mit warmen Essen verwöhnen lassen. Wir waren kurz vor Schluss dort und haben eine riesige Portion Kohlrouladen mit Reis, sowie ungarisches Gulasch geschenkt bekommen. Ebenfalls im ersten Stock sind die Souvenirshops. Eine solche Vielfalt an schönen und außergewöhnlichen Souvenirs haben wir bisher nur in Budapest gefunden. Hier findet ihr neben Schlüsselanhängern und Magneten auch Teppiche, Gewänder und für Budapest typische Blechschilder im Stil von Marilyn Monroe. Hier heißt es Verhandeln und Preise vergleichen. Für uns ist die Market Hall ein absolutes Must See.


Let’s go to the Buda Side …


Gellert mit Zitadelle 


Der majestätischer Gellertberg, der sich über Budapest erstreckt, bietet von oben eine fantastische Aussicht, die man nicht so schnell vergisst. Der Aufstieg dauert ca. 20 Minuten - ausgenommen sind Fotopausen, die ihr bei den Spots sicherlich einlegen werdet. :-) Ungefähr auf der Mitte des Wanderwegs steht ihr dem Herrn Gellert in Form eines riesigen Denkmals gegenüber. Seid ihr oben angekommen, begrüßt euch schon die Freiheitsstatue, welche ihr schon von Weitem sehen könnt. Diese steht vor der Zitadelle, die zur Abschreckung gegen mögliche Aufstände im 19. Jahrhundert erbaut worden ist. Die Festung dient heute als Hotel mit Restaurant und einem Café, das zum Verweilen einlädt. Auch könnt ihr dem Wachsfigurenkabinett in der Zitadelle ein Besuch abstatten. 




Insider Roulette: Die Aussicht vom Gellertberg ist himmlisch mit seinen in orange- und pinkfarben schillernden Wolken bei Sonnenuntergang. Für alle Frühaufsteher ist der Sonnenaufgang auch magisch und es sind so gut wie gar keine Menschen unterwegs. Fotos könnt ihr daher am besten in den frühen Morgenstunden machen.


Chain Bridge 

Das Wahrzeichen der Stadt ist die Chain Bridge, zu deutsch Kettenbrücke, welche die Buda mit der Pest Seite verbindet. Sie ist die älteste und bekannteste der neun Brücken Budapests. Getragen wird diese von zwei triumphbogen-artigen Stützpfeilern.


Übrigens ranken sich einige Mythen um die Brücke. So erzählt man sich, der Bildhauer habe sich das Leben genommen, weil er die Zungen der beiden großen Löwen, an der Seite der Brücke, vergessen hatte.




Burgberg

Der nächste Stopp ist das barocke Burgviertel. Dorthin könnt ihr vom Gellert entweder laufen oder eine Tram nehmen. Ihr steigt am besten drekt an der Chain Bridge aus. Dort könnt eine Fahrt mit der historischen Standseilbahn hoch zum Burgviertel machen. Eine einfache Fahrt kostet umgerechnet knapp 4 Euro und für Hin-und Rückfahrt zahlt ihr 5,50 Euro. Da die Fahrt aber sehr kurz und der Fußweg mit 10 bis 15 Minuten nicht lang ist, empfehlen wir euch zu laufen. Es gibt mehrere kleine Fußwege, die ihr nach oben nehmen könnt. 






 

Auf dem Burgberg könnt ihr gleich drei tolle Sehenswürdigkeiten abklappern:



Royal Palace

Das eindrucksvolle Royal Palace wurde im 13. Jahrhundert erbaut und im zweiten Weltkrieg restauriert. Das Gebäude erinnert tatsächlich an ein Palast mit seiner tollen Architektur. Wenn ihr Glück habt, könnt ihr sogar beobachten, wie die Soldaten mit ihren Pferden hervor reiten. 






Fischerbastei


Die traumhafte Fischerbastei mit ihren sieben Türmen und der imposanten Freitreppe ist ein neoromanisches Denkmal. Die Bastei hat rund um die Uhr geöffnet und wird als Aussichtsterrasse mit wundervollem Donaublick genutzt. Vor allem bei Dunkelheit ist die Bastei mit ihren vielen Lichtern ein absolutes Highlight.


Insider Roulette: Auf einer Free-Tour wurde uns die winzig kleine Bäckerei Budavári Retesvar in der Nähe der Bastei empfohlen. Hier bekommt ihr einen super leckeren Apfelstrudel, den ihr unbedingt probieren solltet. 






Die Matthiaskirche


Aufgepasst Sisi-Fans: Die Matthiaskirche ist mit ihren wunderschönen, farbenprächtigen Kacheln auf ihren Dächern, nicht nur die berühmteste Kirche in Budapest, sondern auch noch die Krönungskirche von Sisi und Franz. Zwei ungleiche Türme machen die auffällige Kirche noch einmal mehr besonders. 





Die Burgberg mit ihren Sehenswürdigkeiten solltet ihr euch unbedingt früh morgens anschauen, denn so umgeht ihr den Touristenstrom.



Kaffeepause

Auf dem Weg zum nächsten Stopp, der Margareteninsel, haben wir das kleine Café KávéMűhely entdeckt. Hier könnt ihr auf der oberen Etage gemütlich zwischen Kissen und Weinkisten bei einem Kaffee entspannen. Zu Essen bekommt ihr hier neben herzhaften Sandwiches auch belegte Croissants und Kuchen.








Margareteninsel


Als nächstes erreicht ihr die grüne Margareteninsel über die gelbe, gleichnamige Brücke. Von der Brücke habt ihr übrigens eine tolle Aussicht auf die Skyline Budapests. Die Insel liegt mitten in der Donau und wird mit ihren großzügigen Parkanlagen als Insel der Erholung und des Sports bezeichnet. Die Sportsfreunde unter euch finden hier eine fünf Kilometer lange Joggingstrecke, welche um die Insel herumführt. Zudem befindet sich auf der Insel der Palatinus-Strand, die Hajós Alfréd Schwimmhalle, ein kleiner Tierpark, ein japanischer Garten mit Schildkröten, ein Rosengarten, sowie die Ruinen eines dominikanischen Nonnenklosters. Doch auch an Gastronomie fehlt es an nichts. Es gibt viele Restaurants, Cafés und zwei luxuriöse Thermalhotels. Da ihr auf der Insel nicht das Gefühl habt, euch im Herzen der Großstadt Budapests zu befinden, eignet sie sich perfekt zum Spazieren gehen und Abschalten.


Parlamentsgebäude 


Unweit der Margareteninsel, seht ihr schon von Weitem das prachtvolle Parlamentsgebäude Országház, welches als “Haus des Landes” in Deutsche übersetzt werden kann. Es ist nach dem in Bukarest, das drittgrößte Parlamentsgebäude der Welt. Die Sicht auf das Parlament ist am schönsten von der Buda Seite (z.B. der Fischerbastei), stellt aber auch von Nahem ein schönes Fotomotiv dar. Es prägt die Skyline der Stadt und ist auch im Dunkeln sehenswert. Im Rahmen einer geführten Tour könnt ihr euch das Parlament als EU-Bürger kostenlos anschauen. Die Touren finden sowohl in englischer als auch in deutscher Sprache statt.   


Entdeckt auch das Shoe Memorial, direkt am Donauufer vor dem Parlament.



Mit dieser Route habt ihr jedoch noch lange nicht alles von Budapest gesehen. Hier also noch ein paar Sehenswürdigkeiten, welche ihr am besten an einem extra Tag besichtigen könnt und die sich gut miteinander verbinden lassen.


TAG 2  oder TAG 3


Heldenplatz


Einen extra Tage solltet ihr für einen Besuch des Heldenplatzes, des Stadtwäldchens und des Széchenyi Bad einplanen. Der Heldenplatz liegt auf dem Weg zu Park und Bad. Der Heldenplatz wurde im Jahr 1929 fertig gestellt. Darauf befindet sich das 36 Meter hohe Millenniumsdenkmal, welches das Ende der Andrássy-Straße und das Tor zum Stadtwäldchen markiert. Auf dessen Spitze befindet sich die fünf Meter hohe Figur des Erzengels Gabriel. Die halbkreisförmige Kolonnade zeigt zwischen seinen Säulen die Standbilder von den wichtigen Herrschern und Persönlichkeiten in der Geschichte Ungarns. Der Heldenplatz gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO und erinnert an die Helden der ungarischen Geschichte. Zu den Seiten des Platzes findet ihr außerdem das Museum der Bildenden Künste und die Kunsthalle des Heldenplatzes. 


Stadtwäldchen


Hinter dem Heldenplatz gelangt ihr zum Stadtwäldchen Városliget, welches ein beliebtes Naherholungsgebiet ist und einige sehenswerte Attraktionen bereithält. Vom Heldenplatz gesehen, findet ihr auf der rechten Seite die Burg Vajdahunyad. Das Gebäude ist im mittelalterlichen Stil erbaut und entstand 1896 anlässlich der Feiern zum Millennium des ungarischen Reiches. Heute findet sich hier unter anderem das Landwirtschaftsmuseum. 


Ebenfalls am Beginn des Parks findet ihr im Winter eine große Eislaufbahn auf dem Városliget-See des Stadtwäldchens. Von dort könnt ihr das Schloss perfekt sehen. Hier könnt ihr bei einem Glühwein und Schmalzbrot die phänomenale Atmosphäre beobachten oder euch mit Schlittschuhen ins Getümmel stürzen. Der Eintritt kostet für Erwachsene an Wochentagen ca. 4,50 Euro und für Schüler, Studenten und Rentner ca. 2,90 Euro. Für Kinder bis sechs Jahren ist der Eintritt kostenlos. Der Schlittschuhverleih kostet etwa 2,00 Euro pro Stunde. Am Abend entsteht hier übrigens eine Eis-Diskothek. Geöffnet hat die Eisbahn von Mitte November bis Mitte Februar. Die Zeiten können aber auch abweichen. Zum Aufwärmen könnt ihr in das nahegelegene Café gehen. Im Sommer kann der See mit Booten befahren werden und hat daher zu jeder Jahreszeit etwas zu bieten. 


Viel Spaß beim Pirouetten drehen auf dem Eis oder Rudern bei Sonnenschein!  

 


Széchenyi-Bad


Wenn ihr weiter durch den Park lauft, gelangt ihr zu einer der Hauptattraktionen in Budapest. Das Thermalbad haben wir euch in unserem Blogpost über unseren ersten Besuch in Budapest vorgestellt. Lest gerne einmal rein, falls ihr mehr über Preise und Angeboten erfahren möchtet.    





Mit diesen drei Stopps lässt sich auf jeden Fall ein unvergesslicher Tag erleben!



Liebst,


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