Belgrad: Die weiße Stadt

Last stop: Bosnien und Herzegowina, Sarajevo


Serbien, Belgrad - Zeitraum: 07.02.2019-.10.02.2019


Das wichtigste Stück des Reisegepäcks ist und bleibt ein fröhliches Herz.” 

- Hermann Löns




ERSTER EINDRUCK


Die serbische Hauptstadt Belgrad heißt ins Deutsche übersetzt die “weiße Stadt”. Die Bezeichnung ist bei unserem Besuch im Februar, bei wirklich eisigen Temperaturen, sehr passend. Nach Serbien sind wir mit dem Bus gekommen und haben diesen über die Seite GetbyBus gebucht. Bezahlt haben wir 21 Euro pro Person. Das Erste was uns an Belgrad aufgefallen ist, sind die baufälligen Häuser und der heruntergekommene Hauptbahnhof. Vom Flair hat uns die Stadt ein wenig an Berlin erinnert. 


UNTERKUNFT


Dort angekommen sind wir zu Fuß zu unserem AirBnB gelaufen. Das AirBnB liegt direkt in der Gegend von dem Hauptbahnhof. Bei Ankunft hat die Vermieterin zwar länger auf sich warten lassen, aber dies hat dazu geführt, dass wir direkt ins Gespräch mit Einheimischen gekommen sind. Für die Tage haben wir knapp 26 Euro pro Person gezahlt. Um zu dem AirBnB zu gelangen, musste wir durch das Treppenhaus des Gebäudes in den Keller und von dort in den Hinterhof. Die Wohnung selbst befindet sich in einem Anbau und ist weit schöner und moderner als wir vom Weg und den vorherigen Bildern vermutet haben. Absolut empfehlenswert, wenn ihr es klein und fein mögt.


SEHENSWÜRDIGKEITEN, CAFÉS, RESTAURANTS


Im Laufe unserer Reise haben wir die sogenannten Free Touren für uns entdeckt. Diese Touren werden in nahezu jeder großen Stadt, zumindestens aber in den Hauptstädten, angeboten. Hierbei handelt es sich um eine kostenlose Stadtführung, bei der am Ende die freiwillige Möglichkeit besteht, dem Guide ein Trinkgeld zu geben. Das ist kein Muss, dennoch finden wir dies immer angebracht. In Belgrad haben wir leider keine solche Free Tour gemacht, diese haben wir erst später für uns entdeckt. Falls ihr aber Interesse habt: Dienstags, Freitags und Sonntags finden um 14:00 Uhr Touren mit Treffpunkt am Platz der Republik (vor der großen Uhr), statt. Im Nachhinein sind wir uns sicher, dass sich diese gerade aufgrund unseres Eindrucks, gelohnt hätte.


Für uns ist Budapest eine Stadt voller Gegensätze

 

So sind wir auf eigene Faust losgezogen und haben uns am ersten Tag auf die Suche nach außergewöhnlicher Streetart gemacht. Vom AirBnB sind wir direkt in das Savamala Viertel gelaufen. Von dort sind wir über einen kleinen Markt mit allerlei Lebensmittel hin, zu einer der Hauptstraßen Belgrads. Obwohl die weiße Stadt von vielen Leuten, vor allem wegen des Nachtlebens, empfohlen wird, hat uns diese nicht so gut gefallen. Vielleicht liegt es auch an der falschen Jahreszeit, da vieles im Winter geschlossen hat und das Wetter nicht gerade schmeichelhaft für das raue Flair ist.


Die Vintagestraße Skadarlija, im “Bohemian Quarter” solltet ihr allerdings nicht verpassen. Hier findet ihr schöne Shops zum Souvenirs kaufen, sowie Bars und Restaurants mit tollen Angeboten zu fairen Preisen. Vor allem lohnt sich dieses Viertel aber zu wärmeren Jahreszeiten, da ihr in den super schönen historisch erhaltenen Gassen draußen sitzen könnt. Im Februar haben leider nur ein bis zwei Bars in diesem Viertel geöffnet. Allerdings können wir euch das Restaurant Sesir Moj und die Rakia Bar empfehlen. Im Sesir Moj gibt es sehr leckere Gerichte für wenig Geld.


Im Stadtviertel Dorćol werdet ihr fündig, wenn auch ihr eine Vorliebe für Vintage Shops verspürt. Im Herzen von Dorćol findet ihr unseren Favoriten den Jane Doe Vintage Shop. Stöbert euch dort unbedingt mal durch. Außerdem findet ihr auch schöne Cafés wie das Bloom Café, in dem nicht geraucht werden darf. Dies ist (leider) in den Balkanländern erlaubt und gängig. Für alle Raucher ideal. Auf dem Dorćol Platz gibt es auch Büchermärkte, wo ihr viele englische Bücher kaufen könnt.


Generell können wir euch den Tipp geben, vor allem durch die Nebenstraßen zu schlendern. Für alle Leseratten unter euch findet ihr dort auch sehr schöne Vintage-Bücherläden. Zum Shoppen solltet ihr über die Shoppingmeile Knez Mihajlova gehen. Falls ihr auch vorhabt, an kälteren Tagen nach Belgrad zu reisen, dann ist Shoppen wohl die perfekte Lösung zum Aufwärmen.


Überall in Belgrad: Faszinierende Streetart


Zudem haben wir die Festung Kalemegdan besichtigt. Diese ist wirklich schön und sollte nach unserer ersten Festung in Tarnovo, eine in einer langen Reihe an Festungen werden. Auch der Weg zur Festung kann sich mehr als sehen lassen. Sobald ihr auf der Kalemegdan steht, merkt ihr direkt, dass ihr pure belgradische Geschichte betreten habt. Ebenso findet ihr zahlreiche Ausstellungen und Museen auf der Festung.



“Ich bau ‘ne Stadt für dich” singend haben wir uns auf den Weg zur schönen Kathedrale Sveti Sava begeben. Diese ist kostenlos und wirklich sehr schön anzusehen von außen als auch von innen. Die vielen Mosaiksteine in der Kuppel stehen für Geschwisterlichkeit und Solidarität. Der Innenraum enthält unzählige goldene Verzierungen und erscheint unglaublich edel. Im Anschluss an die Kathedrale sind wir in das Café & Factory 2 direkt gegenüber der Kathedrale gegangen. Dort sind wir mit einer sehr lieben Einheimischen ins Gespräch gekommen. Sie konnte Deutsch und hat uns einiges über Land und Leute erzählt. Am Ende hat sie uns den Kaffee spendiert und eine wunderschöne Erinnerung mehr geschenkt. Generell haben wir festgestellt, wie viele Leute im Balkan Deutsch sprechen. Also seid immer vorsichtig mit dem was ihr sagt, es könnte euch eventuell jemand verstehen.


DAS NON-PLUS-ULTRA



Absolutes Must See ist Belgrads Streetart, denn davon gibt es mehr als genug, sodass ganze Bücher damit gefüllt werden. Es verleiht der Stadt eine besondere, raue und eindrucksvolle Aura, die vor allem im Zusammenspiel mit den bröckeligen Häuserfassaden wirkt. Mit Abstand am besten hat uns jedoch die gesamte Gegend an der Donau gefallen. Vielleicht auch, weil es uns an die vielen Brücken in Budapest erinnert hat. Besonders bei Nacht ist die Skyline sehenswert. 



DIESE VOKABELN SOLLTET IHR AUF JEDEN FALL KÖNNEN


Hallo  Zdravo

Entschuldigung Izvinite

Bitte Molim lepo

Ich würde gerne zahlen. Molim vas račun

Danke  Hvala

Tschüss Ćao

Prost! Ziveli!

Ich liebe dich  Volim te


FAZIT & ERFAHRUNGSWERT


Belgrad ist eine Stadt, bei der wir uns sehr sicher sind, dass wir viel zu wenig gesehen und viele schöne Ecken verpasst haben. Allerdings möchten wir euch auch ein ehrliches Feedback geben und die Stadt hat uns - vor allem im Vergleich zu dem was danach kam - leider nicht so beeindruckt. Vielleicht hat dies aber auch am schlechten Wetter gelegen, weil wir bestimmte Sehenswürdigkeiten in der Kälte bewusst ausgelassen haben.


Etwas was wir für zukünftige Reisen dazu gelernt haben, bezieht sich auf die Planung unserer Reise. Wir haben alle unsere Busse im Voraus gebucht und bezahlt, was uns während der Reise viel Zeit für Recherche erspart hat. Allerdings hat es natürlich auch den Nachteil, dass das Reisen weniger flexibel wird. Verbunden damit haben wir festgestellt, dass wir zu viele Tage für einige Orte eingeplant haben. Das ist natürlich sehr individuell und hängt wesentlich davon ab, ob und wie viele Attraktionen man auch von innen besichtigen möchte. 


Beides in Kombination hat dazu geführt, dass wir den letzten Tag bei gutem Essen und mit einer Tüte Chips mit Netflix im Bett verbracht haben. Wir sind aber bereit, uns durch einen zweiten Besuch oder euer Feedback vom Gegenteil zu überzeugen. Dann aber selbstverständlich bei gutem Wetter! :-)


Liebst,








Next stop: Montenegro, Podgorica



0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen